Alice Kristensen
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Wussten Sie, dass die DANHOSTEL Oksbøl Jugendherberge (die 1983 eröffnet wurde), ein ehemaliges Flüchtlings-Krankenhaus ist? Hier können Sie über unsere spannende Geschichte lesen.

– Wirtin Alice Kristensen
Unsere Geschichte
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Direkt nach dem Zweiten Weltkrieg befanden sich etwa ¼ Million Flüchtlinge in Dänemark. Am Anfang waren diese in Schulen, Bürgerhäusern und ähnlichem im ganzen Land untergebracht. Später wurden sie in größeren Lagern gesammelt. Das größte war das Oksbøl-Lager, wo es einen Übergang etwa 35.000 deutsche Flüchtlinge gab – damals die 6. größte Stadt Dänemarks. Das Oksbøl-Lager war westlich der Stadt Oksbøl in Aal Plantage gelegen. Eine große Barackensiedlung, die mit Stacheldraht eingezäunt war, um Probleme mit der örtlichen Gemeinschaft zu vermieden.

Die Lagerverwaltung wurde vom dänischen Staat geleitet, aber die inneren Verhältnisse wurden von den Flüchtlingen selber verwaltet. Die Stadt hatte einen eigenen Stadtrat mit einem Bürgermeister an der Spitze. Es gab auch ein Gericht, ein Kino, mehrere Kirchen und Schulen sowie Krankenhäuser. Die heutige Jugendherberge in Oksbøl war damals das Krankenhaus. Drei Landwirtschäfte und zwei Gärtnereien versorgten die Werkstätten des Lagers mit Rohmaterialien. Die Spinnerei des Lagers beschäftigte täglich 150 Flüchtlinge. Es gab Besen- und Bürstenwerkstätten, Mattenflechtereien, Nähstuben, Schuhmacherwerkstätten uvm. Das Lager hatte sein eigenes Elektrizität- und Wasserwerk, Bahnhof, Feuerwehr, Telefonzentrale, Badeanstalt, Wäschereien und große Küchen. Um die 300 Flüchtlinge bildeten eine Polizeiwache die Ruhe und Ordnung im Lager aufrechthielt.

Cirka 900 neue Weltbürger erblickten im Oksbøl-Lager das Licht der Welt. Mehr als 12.000 der Bewohner waren Kinder unter 14 Jahren. Etwa 1400 starben im Flüchtlingslager, wovon mehrere ihre letzte Ruhestätte im Friedhof am nordöstlichen Rande des Lagers, 500 m westlich von Aal Kirche, kriegten. Der letzte Heimtransport der Flüchtlinge vom Oksbøl-Lager fand am 15. Dezember 1948 statt, und die Zerstörung des Lagers konnte anfangen. Heute gibt es nur wenige Gebäude aus der Zeit.

Von 1948-1983 war das Gebiet ein Militärlager.

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